Der Standort der Poliklinik im Herzen von Friedrichshain wird schon seit über 80 Jahren als Haus der Medizin genutzt. In seiner Geschichte war es ein Haus mit ärztlichen Privatpraxen, später wurde es eine Privatklinik und Nachtasyl. In der DDR wurde es seit 1975 als Poliklinik bzw. für die teilweise ausgelagerten Stationen des Krankenhauses Friedrichshain genutzt. Nach der Wende konnte die Poliklinik als medizinische Einrichtung erhalten, ausgebaut und modernisiert werden.
Die Poliklinik hat einen großen hausärztlichen Schwerpunkt. Vorhanden sind Praxen für Allgemeinmedizin, Innere Medizin sowie eine diabetologische Schwerpunktpraxis, Praxen für Augenheilkunde, Frauenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Orthopädie und Physiotherapie.
Die Poliklinik wurde nach dem französischen Physiker Frédéric Joliot-Curie (1900 – 1958) benannt. Joliot-Curie wurde 1925 Assistent bei Marie Curie, deren Tochter Irène – seine Kollegin – er heiratete. 1935 erhielt er gemeinsam mit seiner Frau den Nobelpreis für Chemie. Während der Besatzungszeit schloss er sich der Résistance an und ließ seine Professur ruhen. 1945 förderte er als Vorsitzender der französischen Atomenergiebehörde den Bau des ersten Kernreaktors, wurde jedoch als Kommunist entlassen und übernahm nach dem Tod seiner Frau die Leitung des Instituts du radium.